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Survival

Feuer machen in einer Survival-Situation

In einer Survival-Situation kann Feuer lebenswichtig sein, da es Wärme spendet, Essen kocht, Wasser sterilisiert und Wildtiere fernhält. Es gibt mehrere Methoden, ein Feuer zu machen, selbst wenn Du keine Streichhölzer oder Feuerzeuge zur Verfügung hast.

Dieser Beitrag wurde mit Hilfe von KI erstellt. Erfahre mehr

Was ist ein Feuer?


Ein Feuer ist eine chemische Reaktion, bei der ein brennbares Material mit Sauerstoff aus der Luft reagiert und dabei Wärme, Licht und Rauch erzeugt. Diese Reaktion wird als Verbrennung bezeichnet. Ein Feuer entsteht, wenn ein Brennstoff, wie Holz, Papier oder Benzin, auf eine bestimmte Temperatur erhitzt wird, die sogenannte Zündtemperatur. Wenn diese erreicht ist, beginnt das Material zu brennen und setzt dabei Wärmeenergie und Licht in Form von Flammen frei.

Feuer hat im Laufe der menschlichen Geschichte eine entscheidende Rolle gespielt, da es den Menschen ermöglicht hat, Nahrung zuzubereiten, Wärme zu erzeugen, Licht in dunklen Umgebungen zu haben und verschiedene Werkzeuge und Materialien herzustellen. In der heutigen Zeit wird Feuer auch in verschiedenen industriellen Prozessen verwendet, um Energie zu erzeugen und Materialien zu verarbeiten.

Ein Mädchen trägt eine Fackel
Ohne Feuer kein Mensch

Überleben durch Feuer


Ein Feuer wird für uns in der modernen Zivilisation nur noch wenig sichtbar. Es ist ein Wohlfühlelement, welches wir für das Grillen im Freien, einem Lagerfeuer am Sommerabend oder den gemütlichen Kerzenschein in der Wohnung nutzen. Dabei haben wir fast vergessen, dass ein Feuer in vielen Survival-Situationen der entscheidende Faktor ist, welcher über das Wohlbefinden, Gesundheit und womöglich auch Überleben entscheidet.

  • Wärme und Schutz vor Unterkühlung: Ein Feuer spendet Wärme in kalten Umgebungen und schützt vor Unterkühlung, einer potenziell tödlichen Bedrohung in kalten Klimazonen oder bei kaltem Wetter.
  • Kochen von Nahrung: Ein Feuer ermöglicht es dir, Nahrung zu kochen, wodurch die Nahrungsmittelverträglichkeit erhöht und potenzielle Krankheitserreger abgetötet werden können. Gekochte Nahrung ist oft leichter verdaulich und liefert mehr Energie.
  • Wasser reinigen: Durch das Feuer kannst du Wasser erhitzen und abkochen, um Bakterien, Viren und Protozoen abzutöten, die zu Krankheiten führen können.
  • Salzwasser trinkbar machen: Mit einem Feuer zum Verdampfen und dem gewonnenen Kondensat kannst du Salzwasser zu Trinkwasser machen.
  • Schutz vor Wildtieren: Ein Feuer kann dazu beitragen, gefährliche Wildtiere auf Abstand zu halten, indem es als natürliche Barriere dient und einige Tiere abschreckt.
  • Signalisierung und Rettung: Ein Feuer kann als Signal für Rettungskräfte oder andere Menschen in der Nähe dienen. Ein großes, rauchendes Feuer kann aus großer Entfernung gesehen werden und darauf aufmerksam machen, dass du Hilfe benötigst.
  • Lichtquelle: In der Dunkelheit ist ein Feuer eine wertvolle Lichtquelle, die es dir ermöglicht, dich in deinem Lager zu orientieren und Arbeiten wie Kochen, Reparaturen oder Erste Hilfe durchzuführen.
  • Trocknen von Kleidung und Ausrüstung: Feuchte Kleidung und Ausrüstung können unangenehm sein und das Risiko von Unterkühlung erhöhen. Ein Feuer hilft, Kleidung und Ausrüstung zu trocknen, damit du dich wärmer und komfortabler fühlst.
  • Emotionaler Komfort: Feuer machen kann auch psychologische Vorteile bieten, indem es ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Behaglichkeit vermittelt. In einer Survival-Situation kann das psychische Wohlbefinden genauso wichtig sein wie das körperliche.
Ein Topf kocht über dem Feuer
Heute wird gekocht

Feuer machen in einer Survival-Situation


Die Schwierigkeit, ein Feuer zu machen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie den zur Verfügung stehenden Materialien, den Umweltbedingungen, der Erfahrung und den Fertigkeiten der Person. Das Vorhandensein von Werkzeugen wie Streichhölzern und Feuerzeug wird den Prozess natürlich erleichtern. Ohne solche Hilfsmittel kann das Entfachen eines Feuers zeitaufwändig und schwierig sein, aber mit dem Wissen um die richtige Technik und ein wenig Übung lassen sich mit folgenden Methoden schnell Erfolge erzielen.

Feuerbogen

Ein Feuerbogen (auch „Bogenbohrer“ genannt) ist eine traditionelle Methode, um Feuer zu entfachen, indem man durch Reibung Wärme erzeugt. Im Folgenden findest du eine detaillierte Beschreibung, wie man mit einem Feuerbogen Feuer macht:

  1. Materialien: a. Feuerbogen: Ein biegsamer Ast oder Stock von etwa 60-75 cm Länge und 1-2 cm Durchmesser. b. Schnur: Eine starke, nicht dehnbare Schnur, z. B. aus Paracord oder Leder. c. Bohrer: Ein harter, gerader Stock oder Ast von etwa 20-30 cm Länge und 1-2 cm Durchmesser. d. Feuerbrett: Ein flaches Stück Holz von etwa 2-3 cm Dicke, aus weicherem Holz als der Bohrer. e. Ein Stück Holz oder Stein als Handstück, um Druck auf den Bohrer auszuüben. f. Zunder: Trockenes, fein zerkleinertes Material, das leicht entzündbar ist, z. B. trockenes Gras, Baumrinde oder Baumpilz.
  2. Vorbereitung: a. Binde die Schnur an beiden Enden des Feuerbogens fest, sodass es straff ist. Der Stock sollte nun wie ein Bogen aussehen. b. Schnitze am unteren Ende des Bohrers eine Spitze und am oberen Ende eine stumpfe Spitze. c. Schneide im Feuerbrett eine kleine Vertiefung in der Nähe des Randes und dann einen kleinen Kanal von der Vertiefung zum Rand, damit die glühenden Späne herausfallen können. d. Lege den Zunder in die Nähe, um die glühenden Späne aufzufangen.
  3. Feuer erzeugen: a. Setze das spitze Ende des Bohrers in die Vertiefung im Feuerbrett. b. Stelle das Feuerbrett auf eine stabile Unterlage und knie neben dem Feuerbrett. c. Lege die Schnur des Feuerbogens um den Bohrer, sodass der Bohrer in der Mitte der Schnur eingeklemmt ist. d. Halte das Handstück (Holz oder Stein) mit einer Hand auf der stumpfen Spitze des Bohrers und drücke leicht nach unten. e. Halte den Feuerbogen mit der anderen Hand und bewege ihn in einer Sägebewegung vor und zurück, sodass sich der Bohrer schnell dreht und Reibung im Feuerbrett erzeugt. f. Erhöhe die Geschwindigkeit und den Druck, bis sich glühende Späne bilden, die in den Zunder fallen. g. Sobald genug glühende Späne im Zunder sind, blase vorsichtig auf den Zunder, um das Feuer zu entfachen.
  4. Feuer ausbauen: a. Lege vorsichtig dünne Zweige und trockenes Material auf die entzündete Glut, um das Feuer zu vergrößern. b. Füge größere Holzstücke und Äste hinzu.
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Feuerbohrer

Die einfache, aber nicht so effektive Variante des Feuerbogens, die auf den Bogen verzichtet und deine Hände als direkten Antrieb für den Bohrer nutzt.

  1. Materialien: Ein harter, spitzer Stock und ein weicheres Holzstück als Basis.
  2. Vorbereitung: Schneide in das weichere Holzstück eine kleine Vertiefung und lege trockenes Zundermaterial daneben.
  3. Feuer erzeugen: Drehe den spitzen Stock mit deinen Händen schnell in der Vertiefung, um Reibung zu erzeugen. Sobald Funken entstehen, übertrage sie auf das Zundermaterial.
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Lupe oder Konvexlinse

  1. Materialien: Eine Lupe, Brille oder Kameraobjektiv.
  2. Feuer erzeugen: Halte die Linse so, dass das Sonnenlicht auf das Zundermaterial fokussiert wird. Halte die Linse ruhig, bis das Zundermaterial zu rauchen beginnt und entzündet.

Batterie und Stahlwolle

Feuer machen mit einer Batterie und Stahlwolle ist eine einfache und schnelle Methode, die in Notfallsituationen nützlich sein kann.

  1. Materialien: a. Eine 9-Volt-Batterie oder eine Batterie mit ähnlicher Spannung. b. Stahlwolle: Feine Stahlwolle (0000er Kennzeichnung) funktioniert am besten, da sie leichter entzündet werden kann. c. Zunder: Trockenes, leicht entzündliches Material wie trockenes Gras, Laub, Papier oder Baumwollstoff.
  2. Vorbereitung: a. Zunder: Lege den Zunder in die Nähe, aber nicht direkt neben die Stelle, an der du das Feuer entzünden möchtest. Du musst in der Lage sein, die glühende Stahlwolle schnell zum Zunder zu bringen, sobald sie brennt. b. Stahlwolle: Ziehe die Stahlwolle auseinander, um sie etwas aufzulockern. Dadurch entstehen mehr Lufträume, die den Funken besser fangen und das Entzünden erleichtern.
  3. Feuer erzeugen: a. Halte die Stahlwolle an einem Ende fest und berühre mit der anderen Seite die beiden Pole der 9-Volt-Batterie gleichzeitig. Du kannst dies tun, indem du die Stahlwolle vorsichtig auf die Batterie drückst oder die Batterie an die Stahlwolle hältst. Die Stahlwolle sollte fast sofort zu glühen beginnen und Funken erzeugen. b. Sobald die Stahlwolle zu glühen beginnt, blase vorsichtig auf die glühende Stelle, um das Feuer zu entfachen. Sobald die Stahlwolle richtig brennt, bringe sie schnell zum vorbereiteten Zunder und lege sie darauf.
  4. Feuer ausbauen: a. Blase weiter vorsichtig auf die glühende Stahlwolle und den Zunder, um das Feuer zu entfachen. b. Sobald der Zunder brennt, füge kleine Zweige und Äste hinzu und baue das Feuer allmählich auf.
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Vorsicht: Berühre nicht die glühende Stahlwolle mit bloßen Händen, um Verbrennungen zu vermeiden. Wenn möglich gehe sicher, dass du die Batterie und die Stahlwolle fachgerecht entsorgst, sobald du fertig bist.

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Feuerstein und Stahl

  1. Materialien: Feuerstein, Stahl oder ein hartes, scharfkantiges Objekt und Zundermaterial.
  2. Feuer erzeugen: Schlage mit dem Stahl oder dem harten Objekt auf den Feuerstein, um Funken zu erzeugen. Richte die Funken auf das Zundermaterial, bis es entzündet.

Es sind im Handel auch Survival-Äxte und Survival-Messer mit Feuerstein erhältlich, in der Praxis schlägst du dann mit diesen Werkzeugen auf den Feuerstein.

Zundermaterial zum Feuer machen


In einer Survival-Situation kann Zundermaterial aus einer Vielzahl natürlicher Ressourcen gewonnen werden. Das Wichtigste ist, dass das Zundermaterial trocken, leicht entzündlich und in der Lage ist, einen Funken oder eine schwache Flamme zu fangen und zu verstärken.

Einige Beispiele für Zundermaterialien, die in der Natur gefunden werden können:

  • Trockenes Gras: Sammle feines, trockenes Gras und forme es zu einer lockeren Kugel oder einem Nest.
  • Birkenrinde: Die papierartige Rinde von Birkenbäumen brennt leicht, auch wenn sie leicht feucht ist.
  • Baumwoll- oder Rohrkolben-Fasern: Sammle die flauschigen Samen von Pflanzen wie Baumwolle oder Rohrkolben und forme sie zu einem lockeren Haufen.
  • Laub: Trockene Blätter von Bäumen oder Sträuchern können als Zunder verwendet werden. Zerbröckele sie, um ihre Oberfläche zu vergrößern und das Entzünden zu erleichtern.
  • Kiefernzapfen: Trockene, offene Kiefernzapfen brennen gut und können als Zunder dienen, besonders wenn sie mit Harz bedeckt sind.
  • Harz oder Pech: Sammle Harz von Kiefern oder anderen Harz produzierenden Bäumen. Harz brennt langsam und kann helfen, ein Feuer zu entfachen, besonders in Kombination mit anderen Zundermaterialien.
  • Baumrinde: Die innere Rinde von bestimmten Bäumen, wie zum Beispiel Zeder oder Weide, kann in feine Fasern zerrieben und als Zunder verwendet werden.
  • Moos oder Flechten: Trockenes Moos oder Flechten können in Notfällen als Zunder dienen, brennen jedoch nicht so gut wie andere Materialien.
  • Feine Holzspäne: Sammle feine Späne von trockenem Holz, die beim Schnitzen oder Spalten von Holz entstehen.
  • Vogelnester: Leere, verlassene Vogelnester bestehen oft aus trockenen Gräsern, Zweigen und Federn, die als Zunder dienen können.

Denke daran, dass Zundermaterialien trocken und locker sein sollten, um genügend Sauerstoff zum Feuer machen bereitzustellen. In feuchten Umgebungen kann es schwieriger sein, trockenes Zundermaterial zu finden, aber es ist oft möglich, trockene Materialien unter dichtem Laub, unter abgestorbenen Bäumen oder in hohlen Baumstämmen zu finden.

Rohrkolben am Wasser, die flauschigen Samen sind sichtbar
Gutes Zundermaterial: Rohrkolben

Holz für Feuerbohrer und Feuerbrett


Bei der Auswahl des Holzes für den Feuerbohrer und das Feuerbrett ist es hilfreich, auf bestimmte Eigenschaften zu achten.

Das ideale Holz für den Feuerbohrer sollte:

  1. Trocken und abgestorben sein: Grünes oder frisches Holz hat einen höheren Wassergehalt und erzeugt nicht so leicht Reibungshitze. Wähle immer trockenes, abgestorbenes Holz für den Feuerbohrer und das Feuerbrett.
  2. Gerade und stabil sein: Der Feuerbohrer sollte gerade und stabil sein, um eine gleichmäßige Reibung zu gewährleisten. Ein gebogener oder instabiler Ast kann es schwierig machen, genug Reibung und Druck für das Feuerbohren zu erzeugen.
  3. Weiches bis mittelhartes Holz sein: Wähle für den Feuerbohrer ein Holz, das weich genug ist, um Reibungshitze zu erzeugen, aber hart genug, um nicht zu schnell zu verschleißen. Typischerweise sollte das Holz für den Feuerbohrer etwas härter sein als das für das Feuerbrett.

Einige geeignete Hölzer für den Feuerbohrer sind:

  • Weide
  • Pappel
  • Linde
  • Erle
  • Esche

Das Feuerbrett sollte aus weicherem Holz bestehen als der Feuerbohrer, damit beim Feuer machen die Reibungshitze das Holz schneller erwärmt und leichter Glut erzeugt. Das weiche Holz ermöglicht auch, dass der Bohrer leichter in das Feuerbrett eindringt, um eine geeignete Vertiefung für den Bohrvorgang zu schaffen.

Einige geeignete Hölzer für das Feuerbrett sind:

  • Pappel
  • Linde
  • Weide
  • Zeder

Die Wahl des richtigen Holzes hängt von den verfügbaren Ressourcen in der Umgebung ab. In einer Survival-Situation ist es entscheidend, flexibel zu sein und mit den Materialien zu arbeiten, die dir zur Verfügung stehen. Teste verschiedene Kombinationen von Hölzern für das Feuerbrett und den Feuerbohrer, um herauszufinden, welche zum Feuer machen am besten funktionieren.


Bildquellen in Reihenfolge:

Titelbild Unsplash @ Luke Porter, Unsplash @ M.T ElGassier, Unsplash @ Gary Sandoz, Pixabay @ manfredrichter

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